Neue Leidenschaft: HDR!

Letzte Woche habe ich mir – für 9 Euro – eine sogenannte HDR-Software bestellt. Damit kann man ein Manko ausgleichen, dass wahrscheinlich viele von Euch kennen: viele Bilder (z.B. Gegenlicht-Bilder) sind entweder zu hell oder zu dunkel. Sind sie zu hell, ist meist der Himmel weiß und sieht langweilig aus. Sind sie zu dunkel, ist z.B. der Himmel interessant – dafür aber Bäume, Häuser, Schatten usw. schwarz. Die Kamera kann diesen großen Helligkeitsumfang nicht darstellen.
Abhilfe schaffen sogenannte HDR-Bilder. HDR heißt „High Dynamic Range“. Die Software nimmt zwei Bilder – ein zu dunkles, ein zu helles. Sie nimmt von dem einen die zu hellen Stellen weg und von dem anderen die zu dunklen Stellen und fügt dann beide Bilder zu einem zusammen. Heraus kommt ein Bild, das mitunter etwas unnatürlich wirken kann – aber sehr ansprechend! Ich habe das heute im Olympiapark ausprobiert. Hier seht ihr ein Ergebnis:

SONY DSLR-A500, F /13, 2.5 und 6sec., ISO-400, 24mm
SONY DSLR-A500, F /13, 2.5 und 6sec., ISO-400, 24mm

Für das Generieren eines HDR Bildes ist es notwendig, zwei identische Motive zu haben. Deswegen arbeitet man am besten mit einem Stativ oder mit irgendwo fest hingestellter Kamera mit Einstellung „M“ (manuelle Belichtung). Die Blende möglichst klein einstellen (hohe Blendenzahl). Dazu zwei verschiedene Belichtungszeiten: eine etwas zu kurz (dh. das Bild wird zu dunkel), eine etwas zu lang. Die passende Software macht dann den Rest und vermischt die beiden Bilder zu einem. Ich habe hier HDR Photo Pro 5 verwendet.

 

2 Gedanken zu „Neue Leidenschaft: HDR!“

  1. Hallo Claudia, ist ja ein schönes Bild geworden. Aber warum mit ISO 400? Wenn ich schon ein Stativ mitschleppe, dann kann ich doch auch die Zeit etwas verlängern und mit der niedrigsten ISO-Stufe arbeiten. So bekomme ich die bestmögliche Qualtität die meine Kamera hergibt.
    Leider stehen an den schönsten Orten auch immer viele Leute rum und man fühlt sich schnell gedrängt.

  2. Servus Heiner!
    Es stimmt – ich hätte auch mit ISO200 fotografieren können (ISO100 kann meine Kamera leider nicht…). Das Problem war, dass es da oben sehr kalt war. Doppelt so lange belichten heißt, doppelt so lange da oben stehen müssen. Ich weiß, ich bin ein Weich-Ei… Außerdem ist die Chance, dass bei 15sec. trotz Stativ bei Wind was verwackelt, einfach noch höher. Deswegen die Entscheidung für den Kompromiss. Übrigens: die Grissel im See kommen nicht vom ISO-Rauschen – das sind Gänse (die natürlich nicht stil gehalten habe und deswegen so unklar abgebildet sind…)

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