Archiv der Kategorie: Blaue Stunde

Fotosafari – Blaue Stunde rund um den Olympiapark und die BMW-Welt

Gestern Abend war mal wieder Fotosafari angesagt: Fotografieren der ganz eigenen Stimmung während der Blauen Stunde – also der Zeit nach Sonnenuntergang, wo der Himmel noch nicht ganz schwarz ist, die Lichter der Stadt aber schon aufleuchten. Mit drei weiteren Teilnehmern und Kursleiter Marco schlenderten wir zunächst durch den Olympiapark und fingen das Abendlicht ein, bevor es dann an die Langzeitbelichtungen ging…

Neue Leidenschaft: HDR!

Letzte Woche habe ich mir – für 9 Euro – eine sogenannte HDR-Software bestellt. Damit kann man ein Manko ausgleichen, dass wahrscheinlich viele von Euch kennen: viele Bilder (z.B. Gegenlicht-Bilder) sind entweder zu hell oder zu dunkel. Sind sie zu hell, ist meist der Himmel weiß und sieht langweilig aus. Sind sie zu dunkel, ist z.B. der Himmel interessant – dafür aber Bäume, Häuser, Schatten usw. schwarz. Die Kamera kann diesen großen Helligkeitsumfang nicht darstellen.
Abhilfe schaffen sogenannte HDR-Bilder. HDR heißt „High Dynamic Range“. Die Software nimmt zwei Bilder – ein zu dunkles, ein zu helles. Sie nimmt von dem einen die zu hellen Stellen weg und von dem anderen die zu dunklen Stellen und fügt dann beide Bilder zu einem zusammen. Heraus kommt ein Bild, das mitunter etwas unnatürlich wirken kann – aber sehr ansprechend! Ich habe das heute im Olympiapark ausprobiert. Hier seht ihr ein Ergebnis:

SONY DSLR-A500, F /13, 2.5 und 6sec., ISO-400, 24mm
SONY DSLR-A500, F /13, 2.5 und 6sec., ISO-400, 24mm

Für das Generieren eines HDR Bildes ist es notwendig, zwei identische Motive zu haben. Deswegen arbeitet man am besten mit einem Stativ oder mit irgendwo fest hingestellter Kamera mit Einstellung „M“ (manuelle Belichtung). Die Blende möglichst klein einstellen (hohe Blendenzahl). Dazu zwei verschiedene Belichtungszeiten: eine etwas zu kurz (dh. das Bild wird zu dunkel), eine etwas zu lang. Die passende Software macht dann den Rest und vermischt die beiden Bilder zu einem. Ich habe hier HDR Photo Pro 5 verwendet.

 

Halloween!

Draußen fliegen die Blätter – tagsüber ist es noch warm, aber es wird Abends empfindlich kalt.  So langsam tauchen Lebkuchen, Glühwein und co. in den Geschäften auf. Vor Advent und Weihnachten kommt aber noch: Halloween! Wie setzt man jetzt so ein Event gut in’s Bild um? Ganz klar: das allertypische muss auf’s Foto, der Kürbis mit der Fratzen.

Sony DSLR-A500, F /4.5, 3.2sec., ISO-200, 45mm
Sony DSLR-A500, F /4.5, 3.2sec., ISO-200, 45mm

Damit die Atmosphäre besonders gruselig ist, habe ich die Kürbisse nicht am Tag, sondern zur „Blauen Stunde“ fotografiert: also wenn die Sonne zwar schon untergegangen ist, aber noch etwas Restlicht den Himmel blau erscheinen läst. Ganz nach dem Motto: Abends ist die Nacht am schönsten! Natürlich geht hier nichts ohne einen Verwackelungsschutz – 3 sekunden absolut still halten können nur Tote… . Blöd nur: Stativ hatte ich keines da. Aber mit Hilfe der Vorratskammer des Gastgebers der Halloween-Party habe ich mir eines gebastelt: Reis, in eine Plastiktüte gefüllt; eng zugebunden. Da kann man die Kamera drauf stellen, in Position rücken – hält! Allerdings sollte man nicht selbst auf den Auslöser drücken. Denn damit würde man die Kamera genau in dem Moment zum Wackeln bringen, in welchem sie das Bild macht. Das Bild würde unscharf. Hier hilft der Selbstauslöser: die meisten Kameras haben 2sec., Selbstauslöser. Nach dem Draufdrücken hat die Kamera also 2 Sekunden Zeit, sich wieder auszuwackeln. Fertig ist das Foto. Und jetzt: Happy Halloween und Guten Appetit!

Sony DSLR-A 500, F /4.5, 1/13sec., ISO-800, 45mm
Sony DSLR-A 500, F /4.5, 1/13sec., ISO-800, 45mm