Tierfotografie – Schmetterlinge im Portraitmodus

Vor drei Wochen war die Welt noch eine Andere als heute. Zugegeben: die ersten Anzeichen von Corona waren auch “damals” schon zu spüren. Aber noch nicht so deutlich wie heute, wo wir uns nur mit Unbehagen überhaupt auf die Straße trauen. Also machten sich sieben Fotografen unverdrossen auf an einen Ort, wo die Ansteckungsgefahr wohl eine der höchsten ist außerhalb von Corona-Isolierstationen: den Botanischen Garten bzw. seine Gewächshäuser in München. Dort ist jeden Frühjahr eine Schmetterlingsausstellung. Es ist das letzte Wochenende der Ausstellung. Die Leute schieben sich dicht gedrängt durch die Gewächshäuser und bestaunen die herrlichen Geschöpfe, die über unseren Köpfen lang segeln und es sich hin und wieder sogar frech auf dem Sweatshirt oder dem Rucksack gemütlich machen. Das Ganze bei 90% Luftfeuchtigkeit – ein Paradies auch für Viren! Aber es ist glücklicherweise nichts passiert. Außer schöne Eindrücke dieser bezaubernden Geschöpfe…

Wie bei Menschen wollte ich bei diesen Schmetterlings-Portraits den Fokus auf die Augen legen – was mit Makro-Objektiv gar nicht so einfach ist. Denn die Augen sind so groß im Verhältnis zum Abstand, dass man durch die geringe Schärfentiefe gar nicht mehr “das Auge” sondern vielmehr nur “den vorderen oder den Hinteren Teil” vom Auge scharf bekommt.

Den Start des Frühlings, die bunte Pracht der Krokusse und Blüten, den ich als bekennender Wintermuffel besonders genieße und liebend gerne (zugegeben: etwas kitschige) Portraits vor der Pracht von blühenden Bäumen schieße, fällt heute leider ohne uns Menschen statt.

Pygmäen und Corona

Kaum zu glauben: es ist nur etwas über vier Wochen her, dass ich in Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik gewesen bin. Ich wollte dort die Lebensweise eines Pygmäenvolks sehen – den Ba’Aka. Die Ba’Aka habe ich durch den Film “Songs from the Forest” über Louis Sarno kennen gelernt – ein Amerikaner, der ihre Gesänge sehr liebte und der Welt zugänglich machen wollte. Und der deswegen über 30 Jahre zusammen mit den Ba’Aka (oft auch “Bayaka”) im Regenwald wohnte – im südlichsten Zipfel der Zentralafrikanischen Republik, nahe der Grenzen zu Kamerun und zum Kongo, mitten im Kongo-Becken. Zwei Tage dauert die beschwerliche Anreise bis zum Dzanga-Shangha-Nationalpark. Man reist am besten über Yaounde in Kamerun an, denn in der Zentralafrikanischen Republik tobt ein Bürgerkrieg, der Überland-Reisen unsicher macht.

Die Ba’Aka werden in der Bevölkerung von Kamerun und RCA als “niederes Volk” angesehen und leben isoliert in ihren eigenen Dörfern außerhalb der Städte entlang des Dzanga-Flusses, der den Dzangha-Sangha-Nationalpark durchquert. Dort gibt es auch Waldelefanten und drei Familien habituierter Flachland-Gorillas, die (im Vergleich zu ihren Kollegen in Uganda und Ruanda) mit weniger beschwerlichen Fußmärschen erreichbar sind. Trotzdem verirren sich nur wenige Touristen hierher – zu schwierig ist die Anreise und der Park nicht wirklich bekannt.

Die Ba’Aka – zumindest einige davon – sind in die touristischen Aktivitäten eingebunden und zeigen uns, wie man mit selbstgeknüpften Lianen-Netzen Tiere fangen kann. Jede Pflanze hat ihren Nutzen – ob gegen Ohrenschmerzen, als Wasserspeicher und -spender oder sogar als Viagra-Ersatz. Sie kennen den Wald wie ihre Westentasche. Dort, wo wir wegen der dichten Bewachsung kaum 5 Meter sehen können, finden sie sich mühelos zurecht. Der Wald ist ihr Lebenselixier. Dennoch herrscht bei den Ba’Aka bittere Armut: nur 15 der etwa 500 Ba’Aka dürfen die Touristen begleiten. Bei den Menschen kommt nicht viel des Geldes an, was wir für Gorilla-Trekking und Ausflüge bezahlen. Viele der Kinder haben Blähbauch, sind unter- und miss-ernährt. Kaum eines geht zur Schule, denn alle müssen mithelfen, Nahrung aus dem Wald zu holen. Die Malaria-Durchseuchung ist hoch, die medizinische Versorgung schlecht.

Vier Wochen später sitze ich zuhause – das Corona-Virus wütet gerade in Europa. Wie es den Ba’Aka wohl gerade geht? Hustet dort jemand gerade anders als normal? Bekommen sie mit, dass da in der globalisierten Welt, die ja nicht ihre ist, gerade was ganz Großes, Böses, Unheilvolles passiert? Ist das Virus etwa schon in den Regenwäldern angekommen? Ich selbst könnte es eingeschleppt haben – oder einer der Wissenschaftler, die sich dort vor allem um die Tierwelt im Nationalpark kümmern. Jemand, der von weiter weg kam als mit dem Einbaum zu erreichen ist, denn der normale Bewegungsradius der Ba’Aka ist nicht sehr groß. Grotesk: als wir die Gorillas besucht haben, mussten wir Atemmasken tragen, um zu verhindern, dass die “Zivilkrankheiten”, die wir so mit uns rumschleppen, die Tiere nicht gefährden kann. Aber was ist mit den Menschen? Vermutlich sind die Tiere im Nationalpark viel besser versorgt als die Ba’Aka. Zwar gibt es im nahen Ort Bayanga sogar ein Krankenhaus mit Lageplan. Aber ob die dort Beatmungsgeräte haben? Und ob ein Ba’Aka dort überhaupt Hilfe finden würde? Bezahlen kann er sie bestimmt nicht. Ich hoffe sehr für die Menschen dort, dass sie von dieser Seuche verschont bleiben!

Vortrag ein voller Erfolg – 450€ für die Uganda Kinderhilfe gesammelt!

Es war ein unvergesslicher Abend gestern, ein tolles Publikum – vielen Dank an alle, die gestern Abend im Forum2 im Olympiadorf meinen Vortrag zu einem vollen Erfolg haben werden lassen!

Auch das Spendenergebnis kann sich sehen lassen: 300€ an Eintrittsgeldern sowie 150€ Spendengelder kamen für die Uganda Kinderhilfe zusammen. Die Kinder in Uganda werden begeistert sein! Mit dem Geld wird gerade in unserer Partnerschule in Jjanya südlich von Kampala der Anschluss an’s Stromnetz realisiert. 85 Straßen- und Waisenkinder wird hier von der Uganda Kinderhilfe Regensburg der Besuch einer Schule und somit der Start in ein besseres Leben ermöglicht.

HERZLICHEN DANK AN ALLE, DIE DA WAREN UND MITGESPENDET HABEN!!

Primary school in Jjanya, Uganda. Hier werden gerade Wasserleitungen verlegt, damit die Grundschüler kein Wasser in Kanistern mehr schleppen müssen.

Alle helfen mit beim Buddeln…

Wohnheim an der Secondary School in Jjanya. Hier finden unsere Straßenkinder ein Zuhause und können in die Schule gehen.

 

Es geht weiter – am Freitag (20.1.) nächste Multivisionsshow

Die Veranstaltung am Donnerstag war ein voller Erfolg: der Vortragsraum, der leider nur ca. 20 Leute fasst, musste improvisiert und erweitert werden. Und alle waren begeistert von den Bildern und wollten auch hin, nach Afrika  🙂

Deswegen geht’s Schlag auf Schlag weiter: die nächste Multivision findet am Freitag, den 20.1. um 17:30 Uhr statt. Wieder im Foto-Sauter in der Sonnenstraße 26, 1. OG. Ich freu mich drauf!

Zebrae – oder: waren die alten Lateiner eigentlich auch schon in Kenia?

Eine der schönsten, weil friedlichsten Tiere Afrikas sind für mich die Zebras. Man findet sie in vielen Teilen Süd- und Ostafrikas. Nicht nur in Nationalparks. Auch wenn man gerade durch Tansania radelt, laufen sie einem mitunter einfach so über den Weg! Hier habe ich einige der schönsten Eindrücke aus der Masai Mara und dem Amboseli Nationalpark rausgesucht.

Sony ILCE-7; F /11, 1/200sec., ISO-125, 175mm
Sony ILCE-7; F /11, 1/200sec., ISO-125, 175mm

Sony ILCE-7; F /6.3, 1/200sec., ISO-100, 44mm
Sony ILCE-7; F /6.3, 1/200sec., ISO-100, 44mm

Zwei Wochen Fotoreise in Kenia. Die ersten Fotos!

Dass es dieses Mal so lange gedauert hat, bis ich die ersten Bilder aus Afrika veröffentliche, lag nicht an meiner Faulheit. Sondern daran, dass ich Lightroom für mich entdeckt habe. Mit ein bisschen Regler hin-und-her-schieben werden die Bilder viel lebendiger – und es ist gar nicht so schwierig! Nur: der Speicherplatz-Verbrauch wird noch schlimmer. Denn dieses Mal habe ich im RAW Format fotografiert. Anders als bei .jpg komprimiert dieses (meist Kamera-eigene) Format weniger, man kann also auch mehr aus dem Bild rausholen. Selbst wenn es ein bisschen unter- oder überbelichtet ist oder der Weißabgleich das Bild rot- oder grünstichig wirken lässt. Hier sind ein paar erste Kostproben zum Einstieg…. Landschaft und Tiere aus der Masai Mara, dem ersten Nationalpark, den wir besucht haben.  Diese Bilder sind – zwar eher versehentlich, aber so isses eben – mit sehr hoher ISO-Empfindlichkeit aufgenommen. Das wirkt sich eigentlich durch hohes Bildrauschen aus. Mit Lightroom kann man das Rauschen etwas glätten. Man verliert dabei zwar leicht an Details, aber das tut den Fotos keinen Abbruch!

Sony SLT-A65V, F /8, 1/3200sec., ISO-1250, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/3200sec., ISO-1250, 600mm

Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm

Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm

Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm

Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm

Der letzte schöne Herbsttag

Der letzte schöne Herbsttag – das ist nicht nur ein Film von 2010, sondern das war unter Umständen: heute! Auch wenn ich das nicht hoffe! So bin ich dennoch rausgegangen, um diesen zu genießen. Mit dem Fahrrad um den Starnberger See. Hier einige Impressionen!

Keine Speicherkarte eingesetzt…

So. Da keuche ich heute also die …*nachschau-google*… 306 Stufen zur Aussichtsplattform des Alten Peter hoch. Endlich geschafft, Kamera rausgeholt. Asiatin verscheucht – schöner Blick auf den Marienplatz. Sogar das Glockenspiel läuft gerade! Die Sony macht das erste “KLICK” – und meldet: “Keine Speicherkarte eingesetzt!!!” – S H I T !!! Noch mal runter laufen und im Kaufhof nebenan eine Speicherkarte kaufen, kommt nicht in Frage. Zumindest nicht, danach wieder hoch zu steigen  🙂 … Aber: zum Glück habe ich ja das Handy dabei. Und für Landschaftsfotografien wie die vom Alten Peter runter ist das so gut wie die “große” Kamera! Schließlich brauche ich hier keine Unschärfe, das Licht ist gut. Nur muss ich aufpassen, dass mir das Handy nicht nach unten saust, wenn ich es durch die Stäbe raushalte. Also los!

Hier sind die Ergebnisse:

 

Summer feeling

Na, so wirklich vom Summer Feeling kann man ja gerade nicht sprechen. August, und immer wieder Regen; Temperaturen dass man sich nen Glühwein wünscht. Um mir ein bisschen den Sommer in’s Wohnzimmer zu holen, habe ich ein paar Fotos von Juni rausgekramt – da hatten wir >30Grad und SONNE! Zusammen mit einem wunderschönen Mohnblumenfeld und der Kamera = ein herrlicher Foto-Nachmittag!