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Weihnachten fotografisch

Alle Jahre wieder: der Weihnachtsbaum steht in vollem Glanz. Wir strahlen mit ihm um die Wette – und wollen natürlich ein schönes Foto machen. Oft sieht das Foto jedoch nicht halb so schön aus wie der Baum. Woran liegt das? – Ich hab da so eine Vermutung:

a) Ein Baum ist eben doch nur ein Baum. Und wenn noch so viele Lichter dran sind. Was Weihnachten aber besonders macht, sind unsere Lieben, mit denen wir zusammen feiern!

b) Drinnen ist es dunkel. Ergo: die Kamera schaltet automatisch den Blitz ein…

Abhilfe:

Die Liebsten müssen mit auf’s Bild. Am besten vor den Baum! Und: Blitz ausschalten! Hier kurz Schritt für Schritt, wie ein schönes Foto gelingt:

  • Den Schatz vor dem Baum platzieren (am besten 1-1,5m weg)
  • Die Kamera ca. 5m entfernt auf einen festen Untergrund stellen, so dass sie nicht wackelt (Tisch oder Stuhl)
  • Blitz ausschalten bzw. einklappen
  • Programmwahlschalter auf „A“ stellen
  • große Blende einstellen (= kleine Blendenzahl)
  • ISO auf 800-1000 einstellen
  • Den Auslöser mit Zeitautomatik bedienen (auch dann, wenn man nicht vor hat, selbst mit auf’s Bild zu hüpfen)
  • Sicher stellen, dass die Kamera auf den Vordergrund (Schatz, Papa/Mama, Katze usw.) scharf stellt. Denn: der Weihnachtsbaum glänzt auch, wenn er unscharf ist. Aber Schatz/Mama/Katze wirkt wie ein störender Fleck, falls er unscharf wäre!

Das kommt dabei raus:

Nala_Weihnachten

 

Nachts in Las Vegas

Panasonic DMC-FX10 F/3.5, 9mm 1/40 sec.  ISO 100
Panasonic DMC-FX10, F/3.5, 9mm, 1/40 sec. ISO 100

Nachts gute Fotos zu machen, ist oft nicht ganz einfach. Außer, man befindet sich in Las Vegas! Dort wird die Nacht zum Tag. Fotografisch bedeutet das: kürzere Belichtungszeiten, oder kleinere ISO-Zahl als bei normalen Nachtaufnahmen. Also: man kann nicht viel falsch machen. Nur beim Bildaufbau sollte man etwas aufpassen.

Ich habe ganz gezielt nur einen kleinen Ausschnitt der mit Leuchtreklamen vollgepfropften Straße fotografiert. Thema ist ganz klar: die Cowboy-Lady auf dem Glitter Gulch. Hätte ich versucht, mehr „drauf zu bringen“, hätte das das Foto überladen: das Auge hätte keinen Halt mehr gefunden. So wie ich als Fotograf mich in dem vielen Geglitzer etwas verloren gefühlt habe… !