Archiv der Kategorie: Portrait

Fotokurs “Portrait 1” – Available light, ohne künstliches Licht

Vor zwei Wochen habe ich an einem Portraitkurs der Fotosafari teilgenommen. Am ersten Tag haben wir uns mit dem Fotografieren mit ausschließlich natürlichem Licht beschäftigt, außen “on location”. Ideal für Portraitfotos draußen sind bewölkte Tage. Da gibt es keine so starken Schlagschatten.  Mit ein paar Reflektoren bewaffnet (z.B. mit Alufolie beklebte Styroporplatten tun’s) kann man zusätzlich dunkle Stellen im Gesicht aufhellen. Ein Assistent muss allerdings mit – wer sollte die Reflektoren sonst halten?

Wie bei jedem Portrait ist es natürlich ratsam, die Blende so weit wie möglich auf zu machen. Damit der Hintergrund schön im Unscharfen verschwindet. Dafür stellt man die Kamera am besten auf den Modus “A” (Zeitautomatik, Blendenvorwahl). Sehr wichtig ist es, wirklich genau auf die Augen scharf zu stellen. Essentiell sogar! Das klappt, indem man den Autofokus auf “Spot” stellt. Nur so kann man genau die Augen anvisieren und stellt nicht z.B. auf die Nasenspitze scharf. Eine interessante Umgebung, wie hier der Kabelsteg in München an der Isar – und das Model Vivi, das sich möglichst ungezwungen bewegt. Kleine Schönheitsfehler kann man in Fotoshop noch wegretuschieren. So sind ein paar wunderschöne Fotos entstanden!

SONY ILCE-7, F /2.8, 1/320sec., ISO-50, 135mm
SONY ILCE-7, F /2.8, 1/320sec., ISO-50, 135mm
SONY ILCE-7, F /2.8, 1/160sec., ISO-50, 120mm
SONY ILCE-7, F /2.8, 1/160sec., ISO-50, 120mm

 

Weihnachten fotografisch

Alle Jahre wieder: der Weihnachtsbaum steht in vollem Glanz. Wir strahlen mit ihm um die Wette – und wollen natürlich ein schönes Foto machen. Oft sieht das Foto jedoch nicht halb so schön aus wie der Baum. Woran liegt das? – Ich hab da so eine Vermutung:

a) Ein Baum ist eben doch nur ein Baum. Und wenn noch so viele Lichter dran sind. Was Weihnachten aber besonders macht, sind unsere Lieben, mit denen wir zusammen feiern!

b) Drinnen ist es dunkel. Ergo: die Kamera schaltet automatisch den Blitz ein…

Abhilfe:

Die Liebsten müssen mit auf’s Bild. Am besten vor den Baum! Und: Blitz ausschalten! Hier kurz Schritt für Schritt, wie ein schönes Foto gelingt:

  • Den Schatz vor dem Baum platzieren (am besten 1-1,5m weg)
  • Die Kamera ca. 5m entfernt auf einen festen Untergrund stellen, so dass sie nicht wackelt (Tisch oder Stuhl)
  • Blitz ausschalten bzw. einklappen
  • Programmwahlschalter auf “A” stellen
  • große Blende einstellen (= kleine Blendenzahl)
  • ISO auf 800-1000 einstellen
  • Den Auslöser mit Zeitautomatik bedienen (auch dann, wenn man nicht vor hat, selbst mit auf’s Bild zu hüpfen)
  • Sicher stellen, dass die Kamera auf den Vordergrund (Schatz, Papa/Mama, Katze usw.) scharf stellt. Denn: der Weihnachtsbaum glänzt auch, wenn er unscharf ist. Aber Schatz/Mama/Katze wirkt wie ein störender Fleck, falls er unscharf wäre!

Das kommt dabei raus:

Nala_Weihnachten

 

Garfield – mit dem Handy fotografiert

Wer glaubt, dass man mit dem Handy keine schönen Fotos machen kann, dem sei hier das Gegenteil bewiesen: mein (zugegeben sehr süßer) Garfield, schnell mal auf dem Sofa geknipst, mit dem IPhone.

iPhone 4, F/2.8, 1/15sec., ISO400, 4mm
iPhone 4, F/2.8, 1/15sec., ISO400, 4mm

Ich denke, das Foto wirkt vor allem durch den direkten Blick auf die Katze: da ist nichts störendes drauf, das Motiv füllt das Bild vollständig aus. Wer interessiert sich schon für das Kissen, auf dem er draufliegt?

Beim genaueren Hinsehen merkt man, dass das Bild leicht “grisselig” ist (körnig, grob…). Das stört mich hier aber gar nicht – und ist bei dunkleren Verhältnissen oft nicht zu vermeiden.

Die schönen Gegenlicht-Akzente haben mir am besten in Schwarz-Weiß gefallen. Mit einer kleinen App habe ich das Bild auf schwarz-weiß gesetzt und den Kontrast etwas angehoben. Dann noch zugeschnitten – fertig! Die Lichtkorona scheint meinen kleinen Liebling geradezu einzuhüllen. Ein Engel ist er deswegen noch lange nicht 😉