Archiv der Kategorie: Tiere

Zucker!

Draußen regnet’s und ich habe wie jedes Jahr um diese Zeit Angst, dass der Sommer schon vorbei sein könnte. Diese zuckersüßen BabyTigerBilder von unserem Besuch im Leipziger Zoo haben mir wieder ein Lächeln in’s Gesicht gezaubert.

Es geht weiter – am Freitag (20.1.) nächste Multivisionsshow

Die Veranstaltung am Donnerstag war ein voller Erfolg: der Vortragsraum, der leider nur ca. 20 Leute fasst, musste improvisiert und erweitert werden. Und alle waren begeistert von den Bildern und wollten auch hin, nach Afrika  🙂

Deswegen geht’s Schlag auf Schlag weiter: die nächste Multivision findet am Freitag, den 20.1. um 17:30 Uhr statt. Wieder im Foto-Sauter in der Sonnenstraße 26, 1. OG. Ich freu mich drauf!

Tierportrait: Hundewelpen (ruhend fotografiert)

Man kann ja nicht nur Menschen porträtieren. Ich habe nicht nur ein bisschen Herz für Tiere. Manchmal sind mir Tiere lieber als Menschen. Und wenn sie noch klein sind, sind sie sowieso unwiderstehlich! Im Internet habe ich von der Welpenspielstunde der Hundeschule von Astrid Cordova gelesen. Da würden sich bestimmt ein paar schöne Fotos ergeben. Astrid hatte nichts dagegen, dass ich mit der Kamera dabei war. Und die Hundehalter auch nicht – schließlich versprach ich ihnen, dass ich die Fotos zur Verfügung stellen würde.

Erste Aufgabe: Welpenportraits „in Ruhe“. Solange der Hund ruhig ist, unterscheiden sich die Tips dafür nicht von Menschen-Portraits. Zwei Unterschiede gibt es:

a) der Hund ist nicht immer ruhig – als Welpe macht der durchaus noch, was er will und

b) der Hund ist kleiner als der Mensch

Problem a) löst man am besten dadurch, dass man den kleinen Süßen vorher toben lässt. Nach einigen Minuten wird selbst der verspielteste Welpe müde!

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1250, 300mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1250, 300mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm

Wenn man die Fotos oben genau anschaut, sieht man auch,  wie man mit Problem b) umgeht: runter mit der Kamera! Das heißt auch: runter mit dem Fotografen, oder auch: ab ins Gras (Dreck, Staub, …). Am besten, man zieht nicht die neueste Hose an.

Bei „statischen“ Hunden fotografiert man am besten im Modus „A“ (dh. Blendenvorwahl oder Zeitautomatik). Für Portraits mit schön verschwommenem Hintergrund wählt man eine möglichst große Blende (dh. kleine Blendenzahl) und stellt die ISO auf Automatik. Dann wird die Kamera sich die Belichtungszeit und zugehörigen ISO Wert so festlegen, dass man nicht verwackelt (und das Foto natürlich korrekt belichten).

Der Bildausschnitt wird – wie auch beim Menschenportrait – möglichst eng gewählt, so dass die Konzentration voll auf dem portraitierten Hund liegt.

Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1600, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1600, 400mm

Wer möchte bei DIESEM Blick schon das Herrchen sehen?

Zebrae – oder: waren die alten Lateiner eigentlich auch schon in Kenia?

Eine der schönsten, weil friedlichsten Tiere Afrikas sind für mich die Zebras. Man findet sie in vielen Teilen Süd- und Ostafrikas. Nicht nur in Nationalparks. Auch wenn man gerade durch Tansania radelt, laufen sie einem mitunter einfach so über den Weg! Hier habe ich einige der schönsten Eindrücke aus der Masai Mara und dem Amboseli Nationalpark rausgesucht.

Sony ILCE-7; F /11, 1/200sec., ISO-125, 175mm
Sony ILCE-7; F /11, 1/200sec., ISO-125, 175mm
Sony ILCE-7; F /6.3, 1/200sec., ISO-100, 44mm
Sony ILCE-7; F /6.3, 1/200sec., ISO-100, 44mm

Zwei Wochen Fotoreise in Kenia. Die ersten Fotos!

Dass es dieses Mal so lange gedauert hat, bis ich die ersten Bilder aus Afrika veröffentliche, lag nicht an meiner Faulheit. Sondern daran, dass ich Lightroom für mich entdeckt habe. Mit ein bisschen Regler hin-und-her-schieben werden die Bilder viel lebendiger – und es ist gar nicht so schwierig! Nur: der Speicherplatz-Verbrauch wird noch schlimmer. Denn dieses Mal habe ich im RAW Format fotografiert. Anders als bei .jpg komprimiert dieses (meist Kamera-eigene) Format weniger, man kann also auch mehr aus dem Bild rausholen. Selbst wenn es ein bisschen unter- oder überbelichtet ist oder der Weißabgleich das Bild rot- oder grünstichig wirken lässt. Hier sind ein paar erste Kostproben zum Einstieg…. Landschaft und Tiere aus der Masai Mara, dem ersten Nationalpark, den wir besucht haben.  Diese Bilder sind – zwar eher versehentlich, aber so isses eben – mit sehr hoher ISO-Empfindlichkeit aufgenommen. Das wirkt sich eigentlich durch hohes Bildrauschen aus. Mit Lightroom kann man das Rauschen etwas glätten. Man verliert dabei zwar leicht an Details, aber das tut den Fotos keinen Abbruch!

Sony SLT-A65V, F /8, 1/3200sec., ISO-1250, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/3200sec., ISO-1250, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm
Sony SLT-A65V, F /8, 1/2500sec., ISO-1600, 600mm

Grauer Wintertag im Tierpark Hellabrunn

Ein bisschen Licht muss sein – und ist es draußen auch noch so grau und eklig. Trotzdem sind im Tierpark heute ein paar schöne Bilder entstanden. Mich würde interessieren, was Euch besser gefällt: natürlich oder Schwarz-Weiß? – Bitte um Eure Meinung!

Wölfe jagen

Am Sonntag waren wir – wieder mal – im Tierpark. Es ist einfach zu schön, Tiere zu fotografieren! Dieses Mal hatte ich es auf die Wölfe abgesehen. Ich wollte besonders professionell sein und habe ein Stativ mitgenommen – da es in dem Wald, in welchem sich die drei Wölfe in Hellabrunn bewegen, meist sehr dunkel ist. Also würde ich lange Belichtungszeiten brauchen, denn die ISO-Zahl wollte ich nicht hochstellen, damit die Bilder nicht grisselig werden. Schnell stellte sich raus: ANFÄNGERFEHLER!!! Die Wölfe bewegen sich ständig. Also kommt bei langer Belichtungszeit das hier raus:

Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/15sec., ISO-400, 75mm
Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/15sec., ISO-400, 75mm

Der Hintergrund ist sehr scharf – ich habe ja auch ein Stativ verwendet… aber was ist der graue Fleck im Vordergrund?? – Ein sich bewegender Wolf! Blöd, dass ich nicht vor Ort drauf gekommen bin, was da schief gelaufen ist. Also bin ich am nächsten Tag noch mal hin. Und habe die Kamera die ISO-Einstellung automatisch machen lassen. Die Blende habe ich selbst ganz aufgemacht, damit schon mal möglichst viel Licht den Sensor erreicht. Und siehe da: sieht doch gleich viel besser aus!

Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/250sec., ISO-1600, 250mm
Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/250sec., ISO-1600, 250mm

Wenn man in die Fotos reinzoomt, merkt man die Hohe Empfindlichkeit ISO-1600, welche die Kamera eingestellt hat. Durch die offene Blende entsteht eine schöne Unschärfe abseits des eigentlichen Objekts – ein schönes Wolfsportrait! Hier ist die Galerie von gestern:

Dias Scannen – schöne Erinnerungen!

2008 war ich zum zweiten Mal in Afrika. Damals noch mit einer analogen Kamera – einer gebraucht gekauften Minolta Dynax 500.  „In’s Blinde fotografieren“ – d.h. erst zuhause feststellen, wie die Bilder geworden sind, kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Aber es hatte auch seinen besonderen Reiz. Die Planung des Fotos nahm mehr Zeit in Anspruch – schließlich kostete jedes geschossene Foto auch spürbar und direkt Geld (Film, Entwicklung, Rahmung oder Papierabzüge). Heute habe ich mich (Regen sei dank!) mal vor den Scanner gesetzt und angefangen, einige alte Bilder zu digitalisieren. Eine mühevolle Angelegenheit. Aber ich denke, dass viele Bilder gescannt besser sind als vorher am Dia.  Auch wenn Analog-Freaks jetzt jaulen mögen: „…besserer Kontrastumfang des Dias… Authentizität… blablabla…!“ Nachdem ich damals (wie auch heute) alles andere als ein Profi war, bietet mir die digitale Nachbearbeitung die Möglichkeit, kleine Fehler direkt auszumerzen: einen schiefen Horizont gerade zu rücken, einen störenden Ast, der in’s Bild ragt, wegzuretuschieren… und vielleicht sogar ein paar Farben etwas aufzumöbeln. Hier ein paar Beispiele von Fotos, die ich im Urzustand wahrscheinlich niemandem gezeigt hätte – die mit ein bisschen Veränderung aber durchaus hübsch sind.

Hier ist das erste Original. Zwei Oryx-Antilopen mit ihren Jungen. Leider habe ich wohl nicht darauf geachtet, die Kamera gerade zu halten und die Oryxe in den Mittelpunkt zu stellen. Vielleicht hat auch einfach die Brennweite nicht ausgereicht.

Das Original: der Horizont (Graslinie) ist schief. Die Tiere - das Hauptmotiv - stehen irgendwo am Rand.
Das Original: der Horizont (Graslinie) ist schief. Die Tiere – das Hauptmotiv – stehen irgendwo am Rand.

In der leicht veränderten Variante habe ich den Horizont gerade gerückt und überflüssige Bildausschnitte weggeschnitten.

Leicht verändert: der Horizont gerade gerückt, und auf das Wesentliche beschnitten: die Tiere! Oryxe mit ihren Kleinen (meine Lieblings-Antilopenart)
Leicht verändert: der Horizont gerade gerückt, und auf das Wesentliche beschnitten: die Tiere! Oryxe mit ihren Kleinen (meine Lieblings-Antilopenart)

Beim nächsten Beispiel ist mir vermutlich die Kamera aus der Hand gerutscht… – die Giraffe wirkt als wäre ihr schlecht, da sie stark gekippt ist (die Neigung des Halses wirkt unnatürlich – außerdem sind die Bäume stark schief). Außerdem ist zu viel „nichts“ auf dem Bild.

Im Original wirkt die Giraffe, als würde sie gleich nach vorne kippen. Das Bild besteht aus viel leerem Raum, ohne dass dieser eine Wirkung hätte. Zweige über dem Kopf der Giraffe stören.
Im Original wirkt die Giraffe, als würde sie gleich nach vorne kippen. Das Bild besteht aus viel leerem Raum, ohne dass dieser eine Wirkung hätte. Zweige über dem Kopf der Giraffe stören.

Ich habe das Bild gedreht, bis der Giraffenkopf natürlich aussieht, und dann stark beschnitten. Außerdem habe ich noch zwei Äste entfernt, die zu nahe am Giraffenkopf waren und diesen so gestört hatten.

In der bearbeiteten Version wurde die Giraffe in eine natürliche Neigung gekippt und in's Zentrum des Bilds gestellt - d.h. überflüssige Bildabschnitte wurden entfernt.
In der bearbeiteten Version wurde die Giraffe in eine natürliche Neigung gekippt und in’s Zentrum des Bilds gestellt – d.h. überflüssige Bildabschnitte wurden entfernt.Über dem Kopf der Giraffe habe ich ein paar Zweige wegretuschiert.

Zu allerletzt zeige ich noch ein Foto, aus welchem sich leider nicht mehr viel machen lässt. Das hätte wohl ein Portrait von mir werden wollen – ich hatte meinen Fotoapparat jemandem in die Hand gedrückt…

Ein Portrait, wie es NICHT sein sollte:  a) es ist zu viel drauf. Geht es hier um die Person oder um die Tiere? b) die Person ist unscharf! Dadurch wirkt sie wir ein störender Fleck im Bild...
Ein Portrait, wie es NICHT sein sollte:
a) es ist zu viel drauf. Geht es hier um die Person oder um die Tiere?
b) die Person ist unscharf! Dadurch wirkt sie wir ein störender Fleck im Bild…

Leider hat die/derjenige zwei Kardinalsfehler begangen: – einfach nur „draufgedrückt“, ohne vorher auf das Motiv (mich!) zu fokussieren. So erscheine ich wie ein störender Fleck links im Bild. Hm – hätte ich dem/derjenigen wohl vorher besser erklären sollen 🙂 Außerdem wurde der Ausschnitt so verstellt, dass alles (und damit letztendlich: NIX!) drauf ist. Selbst wenn die Person scharf gestellt wäre, würde dieses Portrait nicht wirken, da das Auge aufgrund der vielen verschiedenen Inhalte im Foto kaum ein Thema findet. Siehe auch: Portraitfotografie.

Garfield – mit dem Handy fotografiert

Wer glaubt, dass man mit dem Handy keine schönen Fotos machen kann, dem sei hier das Gegenteil bewiesen: mein (zugegeben sehr süßer) Garfield, schnell mal auf dem Sofa geknipst, mit dem IPhone.

iPhone 4, F/2.8, 1/15sec., ISO400, 4mm
iPhone 4, F/2.8, 1/15sec., ISO400, 4mm

Ich denke, das Foto wirkt vor allem durch den direkten Blick auf die Katze: da ist nichts störendes drauf, das Motiv füllt das Bild vollständig aus. Wer interessiert sich schon für das Kissen, auf dem er draufliegt?

Beim genaueren Hinsehen merkt man, dass das Bild leicht „grisselig“ ist (körnig, grob…). Das stört mich hier aber gar nicht – und ist bei dunkleren Verhältnissen oft nicht zu vermeiden.

Die schönen Gegenlicht-Akzente haben mir am besten in Schwarz-Weiß gefallen. Mit einer kleinen App habe ich das Bild auf schwarz-weiß gesetzt und den Kontrast etwas angehoben. Dann noch zugeschnitten – fertig! Die Lichtkorona scheint meinen kleinen Liebling geradezu einzuhüllen. Ein Engel ist er deswegen noch lange nicht 😉