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Lion encounter (Begegnungen mit Löwen) in Simbabwe

Die nächsten Zwei Wochen werde ich in Simbabwe in einem Löwen-Schutz-Projekt tätig sein. Wo bestimmt viel Gelegenheit für schöne Fotos dieser herrlichen Tiere sein wird! Heute Morgen hatten wir eine erste Einführung, bei denen wir die vier süßen nur durch’s Gitter gesehen haben. Anstelle durch das Gitter zu fotografieren, habe ich ein close-up-Detail probiert, welches klar die enorme Größe dieser Tiere verdeutlicht:

Sony ILCE-7, f /6,3, 1/250sec., ISO-500, 240mm,s/w-Bearbeitung in Lightroom
Sony ILCE-7, f /6,3, 1/250sec., ISO-500, 240mm,s/w-Bearbeitung in Lightroom

Das Foto hat – obwohl das verwendete Objektiv keine große Lichtstärke hat (hier wurde Blende 6,5 verwendet) einen sehr schönen Unschärfe-Verlauf. Dies wurde durch die hohe Brennweite erreicht: bei hoher Brennweite hat man geringere Schärfentiefe, die hier gezielt eingesetzt wurde!

Tierportrait: Hundewelpen beim Spielen

Im letzten Beitrag habe ich Hundewelpen nach dem Spielen – also in Ruhe – gezeigt. Die quirligen Tiere zu fotografieren, während sie sich jagen und spielen, ist weitaus anspruchsvoller! Ich hatte – ähnlich wie beim statischen Portrait – die Kamera auf Zeitautomatik gestellt. Das Ergebnis war, dass ich zwar keine verwackelten Bilder bekommen habe, dass die Hunde jedoch trotzdem meistens unscharf waren. Nicht, weil meine Hand nicht ruhig gewesen wäre, sondern weil spielende Hunde sehr schnell sind!

Ähnlich wie bei der Sportfotografie sollte man also bei sich bewegenden Tieren die Verschlußzeit fixieren (Modus S). Und zwar wesentlich kürzer als die „normale“ Faustregel Zeit = Brennweite oder kürzer…

Hier ein paar Ergebnisse:

Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1250, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1250, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-100, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-100, 400mm

 

Bei allen drei Fotos sind die laufenden Hunde leicht unscharf – obwohl die Belichtungszeit 1/500sekunde kürzer ist als der Kehrwert der Brennweite 400mm.

Was auch passieren kann, ist, dass der Fotograf dem Hund mit der Kamera nicht korrekt folgen kann. Also sowas:

Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm

Hier hilft nur ein Einbein-Stativ. Damit ist die Kamera insgesamt stabiler und kann gezielter gedreht werden.

Bei Hunden, die auf die Kamera zu laufen, hat man oft das Problem, dass schlichtweg der Autofokus nicht schnell genug ist, um den Hund scharf zu stellen! Schade… aber die folgenden Fotos finde ich trotzdem total lieb:

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony SLT-A99V, F /9, 1/500sec., ISO-200, 400mm
Sony SLT-A99V, F /9, 1/500sec., ISO-200, 400mm

Bei dem folgenden Bild habe ich die Verschluszeit sehr kurz gewählt: 1/3200 Sekunde.

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/3200sec., ISO-1000, 400mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/3200sec., ISO-1000, 400mm

Das Foto hat zwar keine Bewegungsunschärfe mehr – dafür hat die Blende auf „irgendwo hinter dem Hund“ scharfgestellt. Hm. … es gibt noch viel zu lernen!

Tierportrait: Hundewelpen (ruhend fotografiert)

Man kann ja nicht nur Menschen porträtieren. Ich habe nicht nur ein bisschen Herz für Tiere. Manchmal sind mir Tiere lieber als Menschen. Und wenn sie noch klein sind, sind sie sowieso unwiderstehlich! Im Internet habe ich von der Welpenspielstunde der Hundeschule von Astrid Cordova gelesen. Da würden sich bestimmt ein paar schöne Fotos ergeben. Astrid hatte nichts dagegen, dass ich mit der Kamera dabei war. Und die Hundehalter auch nicht – schließlich versprach ich ihnen, dass ich die Fotos zur Verfügung stellen würde.

Erste Aufgabe: Welpenportraits „in Ruhe“. Solange der Hund ruhig ist, unterscheiden sich die Tips dafür nicht von Menschen-Portraits. Zwei Unterschiede gibt es:

a) der Hund ist nicht immer ruhig – als Welpe macht der durchaus noch, was er will und

b) der Hund ist kleiner als der Mensch

Problem a) löst man am besten dadurch, dass man den kleinen Süßen vorher toben lässt. Nach einigen Minuten wird selbst der verspielteste Welpe müde!

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1250, 300mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1250, 300mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm

Wenn man die Fotos oben genau anschaut, sieht man auch,  wie man mit Problem b) umgeht: runter mit der Kamera! Das heißt auch: runter mit dem Fotografen, oder auch: ab ins Gras (Dreck, Staub, …). Am besten, man zieht nicht die neueste Hose an.

Bei „statischen“ Hunden fotografiert man am besten im Modus „A“ (dh. Blendenvorwahl oder Zeitautomatik). Für Portraits mit schön verschwommenem Hintergrund wählt man eine möglichst große Blende (dh. kleine Blendenzahl) und stellt die ISO auf Automatik. Dann wird die Kamera sich die Belichtungszeit und zugehörigen ISO Wert so festlegen, dass man nicht verwackelt (und das Foto natürlich korrekt belichten).

Der Bildausschnitt wird – wie auch beim Menschenportrait – möglichst eng gewählt, so dass die Konzentration voll auf dem portraitierten Hund liegt.

Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1600, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1600, 400mm

Wer möchte bei DIESEM Blick schon das Herrchen sehen?

Portraitfotografie – Available light

Zum zweiten Mal besuche ich schon den Kurs „Portraitfotografie“. Am ersten Tag möchten wir unser Model – Vivi – nur mit natürlichem Licht ausleuchten – also ohne Blitz und Kunstlicht. Das geht natürlich am besten draußen. Bewölkter Himmel = gutes Licht für den Fotografen! Denn diffuses Licht heißt, dass keine zu dunklen Schlagschatten das Gesicht hart aussehen lassen. Dunkle Stellen können mit sog. Lichtformern (Reflektoren), die ein Assistent so hält, dass Licht auf die betreffenden Stellen fällt, aufgehellt werden. In der prallen Sonne können Diffusoren helfen, welche zwischen Model und Sonne gehalten werden.

Hier ein paar Bilder, die an diesem Tag entstanden sind:

Location 1  „Kirche in Alt-Thalkirchen“
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/1250sec., ISO-640, 200mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/1250sec., ISO-640, 200mm

Vivi sinnlich, vor der Alt-Thalkirchener Kirche (wie passend!). Der Himmel ist bewölkt, dh. das Tageslicht kann direkt als Hauptlicht verwendet werden. Die Kinnpartie und Wange wird von einem Reflektor, der rechts vom Model gehalten wird, aufgehellt.

Location 2 „Isarstrand“ 
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/6400sec., ISO-640, 120mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/6400sec., ISO-640, 120mm

Auch hier war der Himmel bewölkt. Nur „von unten“ wurde etwas aufgehellt.

Sony ILCE-7, F /2.8, 1/8000sec., ISO-640, 130mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/8000sec., ISO-640, 130mm

 

 

 

 

 

 

An diesem Bild scheiden sich die Geister: Ich wollte, dass man am Schatten-Licht-Spiel sieht, wie schön hell die Sonne scheint und habe ohne Diffusor fotografiert. Nur: das ist natürlich absolut nicht „aus dem Lehrbuch“: dunkle Schatten lassen Vivi’s Nase größer erscheinen und machen ihr Gesicht hart. Irgendwie gefällt mir das Foto trotzdem…

 

 

Sony ILCE-7, F /2.8, 1/5000sec., ISO-640, 150mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/5000sec., ISO-640, 150mm

Die Sonne scheint noch immer – nur dass jetzt eine Assistentin einen Diffusor über Vivi hält, so dass die Schatten jetzt sehr flach sind. Der Strich rechts unten ist übrigens ein Aufhell-Reflektor 🙂

 

 

 

 

 

Über Feedback – positiv wie negativ – würde ich mich sehr freuen!

Street Photography

Ein Thema, dem ich mich bisher noch gar nicht gewidmet hatte, ist die Street Photography.  Alltagsszenen, witzige Momente, Leute die sich möglichst unbeobachtet fühlen sollen, sind hier das Thema. Oft werden die Fotos dann in Schwarz-Weiß umgesetzt – wie auch hier (bis auf eines, was mir farbig besser gefallen hat).

Mit einem Kurs der Fotosafari – wieder mal – sind wir 8 Leute, mit Kameras bewaffnet, zusammen mit unserem Lehrmeister Robert von Aufschnaiter, nach einer kurzen einführenden Theoriestunde losgezogen. Nachdem es bei Straßenszenen viel zu viel fotografierendes zu sehen gibt (wenn man genau genug hinsieht), ist es ratsam, sich Aufgaben zu stellen. Erstes Thema: „Spiegelungen“ – vor der Tür des Unterrichtsraums:

Auf dem Weg zum Viktualienmarkt kamen wir an ein paar Hofeinfahrten vorbei. Diese ergeben hübsche Rahmen für vorbeilaufende Passanten. Wenn diese in dem Moment, in dem man fotografiert, auch noch herschauen, ist das Foto perfekt. Scharfstellen macht man – mangels Motiv in der richtigen Ebene, das läuf ja nur gerade in dem einen Moment vorbei – am besten manuell.

Auf dem Viktualienmarkt selbst galt es, Szenen zu fotografieren, die typisch für diesen Platz sind. Oft wollen Menschen nicht gerne fotografiert werden – hier hat uns Robert ein paar Tricks verraten:

a) Mit bereits erhobener Kamera vor dem Gesicht rumlaufen – so muss man nicht lange rumfummeln, wenn man „das“ Motiv gefunden hat.
b) Mit Partner arbeiten. Der Partner stellt sich in touristischer Manier posierenderweise neben das eigentliche Motiv, um sich dort scheinbar fotografieren zu lassen  – und der Fotograf hält knapp daneben.
c) so tun, als würde man was ganz anderes fotografieren wollen , und im nächsten Moment abdrücken.
d) Hinter einem Vorhang fotografieren: z.B. hinter herunterhängenden Waren. Diese bilden einen hübschen unscharfen Vordergrund, und man bleibt leichter unentdeckt.

Am Jakobsplatz, wo die Münchner Synagoge steht, galt es vor allem, Strukturen und die Atmosphäre des Platzes mit seinen Passanten festzuhalten.

Nächste Station: die Shoppingwelt der Theatiner-Passage:

Hier hat für mich am stärksten jedes Foto seine eigene Geschichte: Der Mann im Dessous-Laden, der sich darüber zu ärgern scheint, dass seine Frau nach der Geburt des Kindes sowas nicht mehr trägt. Der junge Mann, der davon träumt, ein Fußballstar zu sein (oder zumindest einen so tollen Schuh zu haben). Das Mädel, das auf dem Handy rumtippt, während es auf die Freundin wartet und an ihm die Passanten vorbei ziehen. Das andere Mädchen, das begeistert im Schuhladen stöbert – während der Mann daneben wohl eher wieder nach Hause will…

Den Abschluß machte der Marienplatz. Der ja eigentlich wirklich sehens- und nicht nur fotografierenswert ist. Umso mehr seine Touristen, von denen keiner ohne Handy vor dem Gesicht rumzulaufen scheint. Nur das kleine Hüdchen hatte ein echtes Münchner Erlebnis: es durfte aus dem Fischbrunnen trinken.

Fotokurs „U-Bahn-Fotografie“

Vor zwei Wochen habe ich mich fotografisch fortgebildet: im Kurs „U-Bahn-Fotografie“ des Veranstalters fotosafari.com hat man uns gezeigt, wie man die öffentlichen Verkehrsmittel am besten in Szene setzt. Natürlich soll man was von der Bewegung, der Dynamik sehen – also sind Langzeitbelichtungen notwendig. Damit die nicht verwackeln, hatte also jeder sein Stativ dabei. Was in U-Bahnhöfen durchaus auffällt. Dort kann – und darf! – nicht mal so eben aus der Hüfte geschossen werden. Deswegen braucht man für solche Aufnahmen auch eine Genehmigung der MVG. Geblitzt werden darf nicht, damit die Führer der U-Bahnen nicht gestört werden.
München hat einige sehr fotogene Bahnhöfe: z.B. den Marienplatz mit dynamisch gebogenen, sehr grafischen Röhren, die Münchner Freiheit mit kühler blauer Effektbeleuchtung oder Westfriedhof, wo bunt illuminierte Leuchtkegel von der Decke hängen. Der Regenbogen-Bahnhof Candidplatz wird leider momentan instand gesetzt: der Regenbogen hat einige Kratzer.
Hier sind ein paar der Ergebnisse:

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Weihnachten fotografisch

Alle Jahre wieder: der Weihnachtsbaum steht in vollem Glanz. Wir strahlen mit ihm um die Wette – und wollen natürlich ein schönes Foto machen. Oft sieht das Foto jedoch nicht halb so schön aus wie der Baum. Woran liegt das? – Ich hab da so eine Vermutung:

a) Ein Baum ist eben doch nur ein Baum. Und wenn noch so viele Lichter dran sind. Was Weihnachten aber besonders macht, sind unsere Lieben, mit denen wir zusammen feiern!

b) Drinnen ist es dunkel. Ergo: die Kamera schaltet automatisch den Blitz ein…

Abhilfe:

Die Liebsten müssen mit auf’s Bild. Am besten vor den Baum! Und: Blitz ausschalten! Hier kurz Schritt für Schritt, wie ein schönes Foto gelingt:

  • Den Schatz vor dem Baum platzieren (am besten 1-1,5m weg)
  • Die Kamera ca. 5m entfernt auf einen festen Untergrund stellen, so dass sie nicht wackelt (Tisch oder Stuhl)
  • Blitz ausschalten bzw. einklappen
  • Programmwahlschalter auf „A“ stellen
  • große Blende einstellen (= kleine Blendenzahl)
  • ISO auf 800-1000 einstellen
  • Den Auslöser mit Zeitautomatik bedienen (auch dann, wenn man nicht vor hat, selbst mit auf’s Bild zu hüpfen)
  • Sicher stellen, dass die Kamera auf den Vordergrund (Schatz, Papa/Mama, Katze usw.) scharf stellt. Denn: der Weihnachtsbaum glänzt auch, wenn er unscharf ist. Aber Schatz/Mama/Katze wirkt wie ein störender Fleck, falls er unscharf wäre!

Das kommt dabei raus:

Nala_Weihnachten