Bilder

Der letzte schöne Herbsttag

Der letzte schöne Herbsttag – das ist nicht nur ein Film von 2010, sondern das war unter Umständen: heute! Auch wenn ich das nicht hoffe! So bin ich dennoch rausgegangen, um diesen zu genießen. Mit dem Fahrrad um den Starnberger See. Hier einige Impressionen!

Neue Leidenschaft: HDR!

Letzte Woche habe ich mir – für 9 Euro – eine sogenannte HDR-Software bestellt. Damit kann man ein Manko ausgleichen, dass wahrscheinlich viele von Euch kennen: viele Bilder (z.B. Gegenlicht-Bilder) sind entweder zu hell oder zu dunkel. Sind sie zu hell, ist meist der Himmel weiß und sieht langweilig aus. Sind sie zu dunkel, ist z.B. der Himmel interessant – dafür aber Bäume, Häuser, Schatten usw. schwarz. Die Kamera kann diesen großen Helligkeitsumfang nicht darstellen.
Abhilfe schaffen sogenannte HDR-Bilder. HDR heißt „High Dynamic Range“. Die Software nimmt zwei Bilder – ein zu dunkles, ein zu helles. Sie nimmt von dem einen die zu hellen Stellen weg und von dem anderen die zu dunklen Stellen und fügt dann beide Bilder zu einem zusammen. Heraus kommt ein Bild, das mitunter etwas unnatürlich wirken kann – aber sehr ansprechend! Ich habe das heute im Olympiapark ausprobiert. Hier seht ihr ein Ergebnis:

SONY DSLR-A500, F /13, 2.5 und 6sec., ISO-400, 24mm
SONY DSLR-A500, F /13, 2.5 und 6sec., ISO-400, 24mm

Für das Generieren eines HDR Bildes ist es notwendig, zwei identische Motive zu haben. Deswegen arbeitet man am besten mit einem Stativ oder mit irgendwo fest hingestellter Kamera mit Einstellung „M“ (manuelle Belichtung). Die Blende möglichst klein einstellen (hohe Blendenzahl). Dazu zwei verschiedene Belichtungszeiten: eine etwas zu kurz (dh. das Bild wird zu dunkel), eine etwas zu lang. Die passende Software macht dann den Rest und vermischt die beiden Bilder zu einem. Ich habe hier HDR Photo Pro 5 verwendet.

 

Wölfe jagen

Am Sonntag waren wir – wieder mal – im Tierpark. Es ist einfach zu schön, Tiere zu fotografieren! Dieses Mal hatte ich es auf die Wölfe abgesehen. Ich wollte besonders professionell sein und habe ein Stativ mitgenommen – da es in dem Wald, in welchem sich die drei Wölfe in Hellabrunn bewegen, meist sehr dunkel ist. Also würde ich lange Belichtungszeiten brauchen, denn die ISO-Zahl wollte ich nicht hochstellen, damit die Bilder nicht grisselig werden. Schnell stellte sich raus: ANFÄNGERFEHLER!!! Die Wölfe bewegen sich ständig. Also kommt bei langer Belichtungszeit das hier raus:

Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/15sec., ISO-400, 75mm
Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/15sec., ISO-400, 75mm

Der Hintergrund ist sehr scharf – ich habe ja auch ein Stativ verwendet… aber was ist der graue Fleck im Vordergrund?? – Ein sich bewegender Wolf! Blöd, dass ich nicht vor Ort drauf gekommen bin, was da schief gelaufen ist. Also bin ich am nächsten Tag noch mal hin. Und habe die Kamera die ISO-Einstellung automatisch machen lassen. Die Blende habe ich selbst ganz aufgemacht, damit schon mal möglichst viel Licht den Sensor erreicht. Und siehe da: sieht doch gleich viel besser aus!

Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/250sec., ISO-1600, 250mm
Sony DSLR-A500, F /6.3, 1/250sec., ISO-1600, 250mm

Wenn man in die Fotos reinzoomt, merkt man die Hohe Empfindlichkeit ISO-1600, welche die Kamera eingestellt hat. Durch die offene Blende entsteht eine schöne Unschärfe abseits des eigentlichen Objekts – ein schönes Wolfsportrait! Hier ist die Galerie von gestern:

Ein bisschen Photoshop muss sein

Eigentlich wollte ich ein ebay-Foto machen. Wie immer, mit einfachen Mitteln: weißes Stück Stoff auf einen Stuhl drapiert, für einen „professionellen“ Hintergrund.  Darauf kommt dann die Ware. Draußen auf dem Balkon, im Schatten (damit es keine so krassen Schlagschatten gibt). Aber es kommt natürlich anders: schwupps – schon hockt meine kleine Queenie Nala auf dem Hocker. Und schaut erhaben in die Kamera. Ich habe sie leicht (mit dem kleinen Kamerablitz) angeblitzt, damit sie schön dreidimensional rauskommt. Den Blitz also vorher „auf kleine Flamme“ gedreht.

Sony DSLR-A500, F /10, 1/60sec., ISO-400, 20mm
Sony DSLR-A500, F /10, 1/60sec., ISO-400, 20mm

Natürlich sah der Hintergrund (Hauswand usw.) nicht soo nobel aus. Im Photoshop habe ich einfach in der Tonalität des weißen Tuchs noch einen dezenten Farbverlauf dazugefügt und unten, wo der Hocker zu sehen ist, das Tuch „verlängert“. Fertig ist die Prom-Queenie!

Sony DSLR-A500, F /10, 1/60sec., ISO-400, 20mm
Sony DSLR-A500, F /10, 1/60sec., ISO-400, 20mm

Halloween!

Draußen fliegen die Blätter – tagsüber ist es noch warm, aber es wird Abends empfindlich kalt.  So langsam tauchen Lebkuchen, Glühwein und co. in den Geschäften auf. Vor Advent und Weihnachten kommt aber noch: Halloween! Wie setzt man jetzt so ein Event gut in’s Bild um? Ganz klar: das allertypische muss auf’s Foto, der Kürbis mit der Fratzen.

Sony DSLR-A500, F /4.5, 3.2sec., ISO-200, 45mm
Sony DSLR-A500, F /4.5, 3.2sec., ISO-200, 45mm

Damit die Atmosphäre besonders gruselig ist, habe ich die Kürbisse nicht am Tag, sondern zur „Blauen Stunde“ fotografiert: also wenn die Sonne zwar schon untergegangen ist, aber noch etwas Restlicht den Himmel blau erscheinen läst. Ganz nach dem Motto: Abends ist die Nacht am schönsten! Natürlich geht hier nichts ohne einen Verwackelungsschutz – 3 sekunden absolut still halten können nur Tote… . Blöd nur: Stativ hatte ich keines da. Aber mit Hilfe der Vorratskammer des Gastgebers der Halloween-Party habe ich mir eines gebastelt: Reis, in eine Plastiktüte gefüllt; eng zugebunden. Da kann man die Kamera drauf stellen, in Position rücken – hält! Allerdings sollte man nicht selbst auf den Auslöser drücken. Denn damit würde man die Kamera genau in dem Moment zum Wackeln bringen, in welchem sie das Bild macht. Das Bild würde unscharf. Hier hilft der Selbstauslöser: die meisten Kameras haben 2sec., Selbstauslöser. Nach dem Draufdrücken hat die Kamera also 2 Sekunden Zeit, sich wieder auszuwackeln. Fertig ist das Foto. Und jetzt: Happy Halloween und Guten Appetit!

Sony DSLR-A 500, F /4.5, 1/13sec., ISO-800, 45mm
Sony DSLR-A 500, F /4.5, 1/13sec., ISO-800, 45mm

 

Keine Speicherkarte eingesetzt…

So. Da keuche ich heute also die …*nachschau-google*… 306 Stufen zur Aussichtsplattform des Alten Peter hoch. Endlich geschafft, Kamera rausgeholt. Asiatin verscheucht – schöner Blick auf den Marienplatz. Sogar das Glockenspiel läuft gerade! Die Sony macht das erste „KLICK“ – und meldet: „Keine Speicherkarte eingesetzt!!!“ – S H I T !!! Noch mal runter laufen und im Kaufhof nebenan eine Speicherkarte kaufen, kommt nicht in Frage. Zumindest nicht, danach wieder hoch zu steigen  🙂 … Aber: zum Glück habe ich ja das Handy dabei. Und für Landschaftsfotografien wie die vom Alten Peter runter ist das so gut wie die „große“ Kamera! Schließlich brauche ich hier keine Unschärfe, das Licht ist gut. Nur muss ich aufpassen, dass mir das Handy nicht nach unten saust, wenn ich es durch die Stäbe raushalte. Also los!

Hier sind die Ergebnisse:

 

Die Tücken von Photoshop

Eigentlich liebe ich ja Photoshop. Beziehungsweise den „kleinen Bruder“ Photoshop Elements. Der kann nämlich (hab ich mir sagen lassen) „fast“ alles, was das große kann, kostet aber nur 100€ anstatt 1000€! Mit Photoshop kann man nicht nur lästige Stromleitungen wegmachen, sondern auch schöne Panoramen basteln. Wenn z.B. ein weiter Platz doch nicht ganz drauf passt. Automatisch kann das Programm zwei (oder sogar mehrere) Fotos zusammen basteln und sogar ineinander überblenden, sollten diese z.B. unterschiedlich belichtet sein.

In dem folgenden Foto allerdings hat mich erst ein Freund drauf aufmerksam gemacht, dass hier was nicht stimmen kann: „Und mit DEM Fahrrad warst Du wirklich in Rom???“ – „Wieso nicht???“ – „Na dann schau doch mal genauer hin!!„…

Die Tücken von Photoshop!
NIKON Coolpix P300, F /8, 1/400sec., ISO-160, 4mm

Hmja, stimmt. Hätte ich tun sollen. Photoshop hat scheinbar nicht so viel Ahnung von Fahrradtechnik und schneidet einen Teil meines Reifens einfach raus. So entsteht ein fast schon Dali-eskes Bild. Schade, dass man nicht viel Einfluss drauf hat, wie und wo Photoshop so bastelt. Sonst könnte man die Funktion glatt für Photo-Art verwenden…

Garfield – mit dem Handy fotografiert

Wer glaubt, dass man mit dem Handy keine schönen Fotos machen kann, dem sei hier das Gegenteil bewiesen: mein (zugegeben sehr süßer) Garfield, schnell mal auf dem Sofa geknipst, mit dem IPhone.

iPhone 4, F/2.8, 1/15sec., ISO400, 4mm
iPhone 4, F/2.8, 1/15sec., ISO400, 4mm

Ich denke, das Foto wirkt vor allem durch den direkten Blick auf die Katze: da ist nichts störendes drauf, das Motiv füllt das Bild vollständig aus. Wer interessiert sich schon für das Kissen, auf dem er draufliegt?

Beim genaueren Hinsehen merkt man, dass das Bild leicht „grisselig“ ist (körnig, grob…). Das stört mich hier aber gar nicht – und ist bei dunkleren Verhältnissen oft nicht zu vermeiden.

Die schönen Gegenlicht-Akzente haben mir am besten in Schwarz-Weiß gefallen. Mit einer kleinen App habe ich das Bild auf schwarz-weiß gesetzt und den Kontrast etwas angehoben. Dann noch zugeschnitten – fertig! Die Lichtkorona scheint meinen kleinen Liebling geradezu einzuhüllen. Ein Engel ist er deswegen noch lange nicht 😉

Katze im Gegenlicht

Sony DSLR-A500, F/6,3; 1/320sec., ISO-200; 75mm
Sony DSLR-A500, F/6,3; 1/320sec., ISO-200; 75mm

Das Thema „Katzen“ wird Euch hier immer wieder begegnen. Kein Wunder – ich liebe diese Viecher.. und – ja – ich weiß: das Internet ist voll von Katzenbildern. Ich versuche, meine Fotos meist – mit einfachen Mitteln – zu etwas Besonderem zu machen. Hier porträtiere ich die Katze im vollen Gegenlicht: von unten! Dadurch kommt auch meine Einstellung zu diesen herrlichen Tieren zur Geltung: ich unterwerfe mich :-)…

Das schöne weiße Fell kommt durch das Gegenlicht besonders zur Geltung. Wer das Bild noch etwas verschönern mag, retuschiert die schwarzen Flecken aus den Augen.

Erta Ale

Sony Alpha 500 F/4.5  90 mm 0.6 sec.  ISO 200
Sony Alpha 500, F/4.5,  90mm, 0.6sec., ISO 200

Im nördlichen Äthiopien – weitab von jeglicher Zivilisation – liegt ein Naturwunder, wo es keiner Kunst bedarf, um gute Fotos zu schießen: Im Vulkan Erta Ale blubbert ein permanenter Lavasee vor sich hin. Sobald es dunkel wird, kann man mit einem Stativ immer wieder neue, sich verändernde Lava-Fontänen auf SD-Karte bannen. Hier und da platzt die schwarze Lava-Kruste und die leuchtend-glühende Masse kommt zum Vorschein. Da es sehr staubig ist, empfiehlt es sich, verschweißte Reinigungsstäbchen für den Sensor dabei zu haben. Nur wenige Kameras sind dicht genug, um mehrere Tage Staub-Beschuß in der Wüste Stand halten zu können.