Workshop: Portrait Shooting „on Location“ mit Systemblitzen

Portraits fotografieren – gar nicht so einfach, ein Model zu finden! Deswegen habe ich mich wieder einmal zu einem Workshop angemeldet. Mit dem Model Linda Penkhues sind wir in den Hofgarten und zur Hackerbrücke gezogen. Dabei sind einige ungewöhnliche Fotos entstanden. Gearbeitet haben wir nur mit Available Light und Systemblitzen. Durch günstige Funkaufsätze kann man die Blitze auch von der Kamera entkoppeln, um unschönes Frontal-Auflicht zu vermeiden. Man braucht nur jemanden zum Halten!

Die außergewöhnlichen Bildlooks entstehen in Lightroom. Hier sind schon viele „Pre-Sets“ enthalten, man kann aber auch einfach an den Reglern rumspielen, um z.B. ein Foto romantisch einzufärben, oder den Kontrast hoch- und die Sättigung runterzudrehen, um einen härteren Großstadt-Look zu erzielen.

Lion encounter (Begegnungen mit Löwen) in Simbabwe

Die nächsten Zwei Wochen werde ich in Simbabwe in einem Löwen-Schutz-Projekt tätig sein. Wo bestimmt viel Gelegenheit für schöne Fotos dieser herrlichen Tiere sein wird! Heute Morgen hatten wir eine erste Einführung, bei denen wir die vier süßen nur durch’s Gitter gesehen haben. Anstelle durch das Gitter zu fotografieren, habe ich ein close-up-Detail probiert, welches klar die enorme Größe dieser Tiere verdeutlicht:

Sony ILCE-7, f /6,3, 1/250sec., ISO-500, 240mm,s/w-Bearbeitung in Lightroom
Sony ILCE-7, f /6,3, 1/250sec., ISO-500, 240mm,s/w-Bearbeitung in Lightroom

Das Foto hat – obwohl das verwendete Objektiv keine große Lichtstärke hat (hier wurde Blende 6,5 verwendet) einen sehr schönen Unschärfe-Verlauf. Dies wurde durch die hohe Brennweite erreicht: bei hoher Brennweite hat man geringere Schärfentiefe, die hier gezielt eingesetzt wurde!

Portraitshooting mit Andrea

Nach zwei Portraitkursen habe ich es endlich mal gewagt, ohne Lehrer ein Portraitshooting zu machen. Andrea hat sich bereiterklärt, mir als Model zur Verfügung zu stehen. Mit ungewissem Ausgang, freilich!

Wir haben außen fotografiert – im Englischen Garten – , mit zusätzlichem Kunstlicht. Rudi übernahm als Assistent das Handling des Systemblitz mit Softbox. Ein Reflektor wurde – wo es ging – am Boden irgendwo hingelegt, um zusätzlich aufzuhellen wo nötig. Für so ein Shooting braucht man am besten sogar zwei bis drei Assistenten – oder eben Improvisationsvermögen. Um Andrea’s Kleid schön „flattern“ zu lassen (wir aber leider nicht im Besitz einer Windmaschine waren), befestigten wir es mit einer Wäscheklammer am Rucksack, der als Beschwerer herhielt.

Hier ein paar Ergebnisse:

Jeans und Top, Englischer Garten beim Chinesischen Turm

Sony ILCE-7, F /3,5, 1/125sec., ISO-500, 135mm
Sony ILCE-7, F /3,5, 1/125sec., ISO-500, 135mm

Hier haben wir im Schatten fotografiert. Damit das Licht nicht zu flach ist und Andrea’s Gesicht etwas moddelliert wird, wurde von schräg links oben zusätzlich geblitzt.

Erst bei der Bearbeitung fiel mir auf, dass die Hose am linken Bein unschöne Schatten – verursacht vom Blitz schlägt, die Andreas Bein wie verknittert wirken lassen. Anfängerfehler…

Mein Lieblingsbild: Andrea in Jeans, mit kleinem Hüftknick und keckem Lächeln. Das Top sitzt etwas höher als im ersten Bild. Gleiche Biltzsituation. In Lightroom habe ich etwas mit der Farbgebung gespielt: neben der dem Original habe ich (zweites Bild) die Sättigung insgesamt stark reduziert.  Im dritten Bild wurde die Sättigung der Jeans beibehalten und nur der Rest stark entsättigt. Die letzten beiden Varianten sind Schwarz-Weiß – in unterschiedlichen Helligkeitsstufen.

Gleiche Location, Andrea’s Lieblingskleid

Sony ILCE-7, F /2,8, 1/200sec., ISO-800, 135mm
Sony ILCE-7, F /2,8, 1/200sec., ISO-800, 135mm

Andrea in ihremn Lieblingskleid. Hier gingen uns leider etwas die Posen aus. Wir hätten das Kleid gerne „flattern“ lassen – aber letztendlich wirkte alles ziemlich gestellt. Bei dem Foto mit dem Baum meinte Andrea, dass es sehr wie „Natur – brauch ich nicht“ – aussieht. Ich finde, sie streichelt den Baum!

Abendstimmung, Monopteros

Sony ILCE-7, F /4,5, 1/125sec., ISO-80, 120mm
Sony ILCE-7, F /4,5, 1/125sec., ISO-80, 120mm
Sony ILCE-7, F /4,5, 1/125sec., ISO-80, 120mm
Sony ILCE-7, F /4,5, 1/125sec., ISO-80, 120mm
Sony ILCE-7, F /2,8, 1/8000sec., ISO-800, 130mm
Sony ILCE-7, F /2,8, 1/8000sec., ISO-800, 130mm

Bei den letzten Fotos steht die Sonne schon recht niedrig. Mir gefällt die Abendstimmung mit rötlichem Licht am Monopteros, die Andrea’s Haut strahlen lässt. Das erste Foto ist ohne künstliche Beleuchtung entstanden.

 

Tierportrait: Hundewelpen beim Spielen

Im letzten Beitrag habe ich Hundewelpen nach dem Spielen – also in Ruhe – gezeigt. Die quirligen Tiere zu fotografieren, während sie sich jagen und spielen, ist weitaus anspruchsvoller! Ich hatte – ähnlich wie beim statischen Portrait – die Kamera auf Zeitautomatik gestellt. Das Ergebnis war, dass ich zwar keine verwackelten Bilder bekommen habe, dass die Hunde jedoch trotzdem meistens unscharf waren. Nicht, weil meine Hand nicht ruhig gewesen wäre, sondern weil spielende Hunde sehr schnell sind!

Ähnlich wie bei der Sportfotografie sollte man also bei sich bewegenden Tieren die Verschlußzeit fixieren (Modus S). Und zwar wesentlich kürzer als die „normale“ Faustregel Zeit = Brennweite oder kürzer…

Hier ein paar Ergebnisse:

Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1250, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1250, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-100, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-100, 400mm

 

Bei allen drei Fotos sind die laufenden Hunde leicht unscharf – obwohl die Belichtungszeit 1/500sekunde kürzer ist als der Kehrwert der Brennweite 400mm.

Was auch passieren kann, ist, dass der Fotograf dem Hund mit der Kamera nicht korrekt folgen kann. Also sowas:

Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm

Hier hilft nur ein Einbein-Stativ. Damit ist die Kamera insgesamt stabiler und kann gezielter gedreht werden.

Bei Hunden, die auf die Kamera zu laufen, hat man oft das Problem, dass schlichtweg der Autofokus nicht schnell genug ist, um den Hund scharf zu stellen! Schade… aber die folgenden Fotos finde ich trotzdem total lieb:

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1000, 400mm
Sony SLT-A99V, F /9, 1/500sec., ISO-200, 400mm
Sony SLT-A99V, F /9, 1/500sec., ISO-200, 400mm

Bei dem folgenden Bild habe ich die Verschluszeit sehr kurz gewählt: 1/3200 Sekunde.

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/3200sec., ISO-1000, 400mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/3200sec., ISO-1000, 400mm

Das Foto hat zwar keine Bewegungsunschärfe mehr – dafür hat die Blende auf „irgendwo hinter dem Hund“ scharfgestellt. Hm. … es gibt noch viel zu lernen!

Tierportrait: Hundewelpen (ruhend fotografiert)

Man kann ja nicht nur Menschen porträtieren. Ich habe nicht nur ein bisschen Herz für Tiere. Manchmal sind mir Tiere lieber als Menschen. Und wenn sie noch klein sind, sind sie sowieso unwiderstehlich! Im Internet habe ich von der Welpenspielstunde der Hundeschule von Astrid Cordova gelesen. Da würden sich bestimmt ein paar schöne Fotos ergeben. Astrid hatte nichts dagegen, dass ich mit der Kamera dabei war. Und die Hundehalter auch nicht – schließlich versprach ich ihnen, dass ich die Fotos zur Verfügung stellen würde.

Erste Aufgabe: Welpenportraits „in Ruhe“. Solange der Hund ruhig ist, unterscheiden sich die Tips dafür nicht von Menschen-Portraits. Zwei Unterschiede gibt es:

a) der Hund ist nicht immer ruhig – als Welpe macht der durchaus noch, was er will und

b) der Hund ist kleiner als der Mensch

Problem a) löst man am besten dadurch, dass man den kleinen Süßen vorher toben lässt. Nach einigen Minuten wird selbst der verspielteste Welpe müde!

Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1250, 300mm
Sony ILCE-7, F /5,6, 1/500sec., ISO-1250, 300mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm
Sony SLT-A99V, F /5,6, 1/500sec., ISO-500, 400mm

Wenn man die Fotos oben genau anschaut, sieht man auch,  wie man mit Problem b) umgeht: runter mit der Kamera! Das heißt auch: runter mit dem Fotografen, oder auch: ab ins Gras (Dreck, Staub, …). Am besten, man zieht nicht die neueste Hose an.

Bei „statischen“ Hunden fotografiert man am besten im Modus „A“ (dh. Blendenvorwahl oder Zeitautomatik). Für Portraits mit schön verschwommenem Hintergrund wählt man eine möglichst große Blende (dh. kleine Blendenzahl) und stellt die ISO auf Automatik. Dann wird die Kamera sich die Belichtungszeit und zugehörigen ISO Wert so festlegen, dass man nicht verwackelt (und das Foto natürlich korrekt belichten).

Der Bildausschnitt wird – wie auch beim Menschenportrait – möglichst eng gewählt, so dass die Konzentration voll auf dem portraitierten Hund liegt.

Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1600, 400mm
Sony SLT-A99V, F /7,1, 1/500sec., ISO-1600, 400mm

Wer möchte bei DIESEM Blick schon das Herrchen sehen?

Low Key Fotografie = Portraits „aus dem Dunkeln“

Eine spezielle Art der Portraitfotografie ist die sog. Low-Key-Fotografie. Das bedeutet, dass das Bild im Wesentlichen dunkel ist – nur das Portrait selbst tritt aus dem Dunkel heraus. Das ist am besten im Studio zu bewerkstelligen. Also noch schnell das Wohnzimmer umgeräumt…  🙂  – ich habe ein schwarzes Tuch als Hintergrund aufgehängt. Aber: theoretisch könnte man auch einen weißen Hintergrund (oder das, was halt gerade rumsteht) verwenden: wenn man den Hintergrund nämlich nicht beleuchtet, bleibt er auf dem Foto trotzdem schwarz. Also: Fenster zu, damit schon mal kein natürliches Licht Sachen beleuchtet, die man auf dem Foto nicht sehen möchte. Das Modell selbst muss man natürlich schon beleuchten. Dieses Mal musste mein Olli herhalten…

Man positioniert also das Modell (und den Blitz oder die Permanentbeleuchtung) so weit wie möglich vom Hintergrund weg. Die Beleuchtung soll nahe am Modell stehen. Nach der Abstandsregel nimmt die Lichtintensität, welche auf einem Objekt ankommt, quadratisch mit dem Abstand ab. Wenn der Blitz also 50cm vom Modell weg ist und das Modell 2m von der Wand (also vier mal so weit), kommt nur 1/16 des Lichts vom Blitz an der Wand an. Diesen Effekt nutzen wir hier aus! Wenn der Blitz sehr nahe am Modell steht, muss die Blitzleistung relativ weit runtergeregelt werden, damit das Modell nicht überblitzt wird. Denn die Belichtungszeit, auf welche die Kamera noch runterregeln kann, ist durch die Blitzsynchronisationszeit beschränkt – kürzer als 1/160sec. kann meist nicht belichtet werden. Der Blitz folgt sonst der Kamera nicht schnell genug. Die Messung für die Belichtungszeit stellt man so ein, dass nur das Gesicht gemessen wird (Spotmessung oder mittenbetont). Jetzt muss man natürlich noch den Blitz so platzieren, wie man den Effekt haben mag… hier ein paar Beispiele:

„Sein oder nicht sein..“ – mit Huhn Edna
Sony ILCE-7; f /13, 1/125sec., ISO-200, 160mm
Sony ILCE-7; f /13, 1/125sec., ISO-200, 160mm

Die Beleuchtung kam von halb-links aus der Richtung des Fotografen. Damit der Kontrast nicht zu stark ist, habe ich zwischen Blitz und Modell noch einen Diffusor gelegt. Von rechts wurde nicht beleuchtet, weder mit einer Lichtquelle noch über einen Diffusor.

Olli diabolisch: 
Sony ILCE-7; f /13, 1/200sec., ISO-200, 200mm
Sony ILCE-7; f /13, 1/200sec., ISO-200, 200mm

Mein Standort war leicht erhöht. Geblitzt wurde von unten nach oben – an der Reflektion am unteren Rand der Pupille deutlich zu sehen.

Olli liebevoll mit Garfield, dem Schmusekater
Sony ILCE-7; f /13, 1/125sec., ISO-200, 180mm
Sony ILCE-7; f /13, 1/125sec., ISO-200, 180mm

Hier wurde von links oben, leicht von vorne geblitzt (siehe Lichtreflex im Katzenauge…). Die Position des Blitzes wurde so gewählt, dass die Gesichtshälfte rechts nur ganz „knapp“ vom Blitz erwischt wird; Wange und Auge sind noch ganz leicht  angedeutet zu sehen.

Hilfsmittel

Selbst für solche schon recht „künstlerisch“ wirkende Fotos braucht es nicht so viele Hilfsmittel:

  • Einen Aufsteckblitz, den man auch entfesselt (also weg von der Kamera) betreiben kann
  • Ein schwarzes Tuch für den Hintergrund (oder eine dunkle Wand)
  • Ein weißes dünnes Tuch als Diffusor

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Portraitfotografie – Available light

Zum zweiten Mal besuche ich schon den Kurs „Portraitfotografie“. Am ersten Tag möchten wir unser Model – Vivi – nur mit natürlichem Licht ausleuchten – also ohne Blitz und Kunstlicht. Das geht natürlich am besten draußen. Bewölkter Himmel = gutes Licht für den Fotografen! Denn diffuses Licht heißt, dass keine zu dunklen Schlagschatten das Gesicht hart aussehen lassen. Dunkle Stellen können mit sog. Lichtformern (Reflektoren), die ein Assistent so hält, dass Licht auf die betreffenden Stellen fällt, aufgehellt werden. In der prallen Sonne können Diffusoren helfen, welche zwischen Model und Sonne gehalten werden.

Hier ein paar Bilder, die an diesem Tag entstanden sind:

Location 1  „Kirche in Alt-Thalkirchen“
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/1250sec., ISO-640, 200mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/1250sec., ISO-640, 200mm

Vivi sinnlich, vor der Alt-Thalkirchener Kirche (wie passend!). Der Himmel ist bewölkt, dh. das Tageslicht kann direkt als Hauptlicht verwendet werden. Die Kinnpartie und Wange wird von einem Reflektor, der rechts vom Model gehalten wird, aufgehellt.

Location 2 „Isarstrand“ 
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/6400sec., ISO-640, 120mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/6400sec., ISO-640, 120mm

Auch hier war der Himmel bewölkt. Nur „von unten“ wurde etwas aufgehellt.

Sony ILCE-7, F /2.8, 1/8000sec., ISO-640, 130mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/8000sec., ISO-640, 130mm

 

 

 

 

 

 

An diesem Bild scheiden sich die Geister: Ich wollte, dass man am Schatten-Licht-Spiel sieht, wie schön hell die Sonne scheint und habe ohne Diffusor fotografiert. Nur: das ist natürlich absolut nicht „aus dem Lehrbuch“: dunkle Schatten lassen Vivi’s Nase größer erscheinen und machen ihr Gesicht hart. Irgendwie gefällt mir das Foto trotzdem…

 

 

Sony ILCE-7, F /2.8, 1/5000sec., ISO-640, 150mm
Sony ILCE-7, F /2.8, 1/5000sec., ISO-640, 150mm

Die Sonne scheint noch immer – nur dass jetzt eine Assistentin einen Diffusor über Vivi hält, so dass die Schatten jetzt sehr flach sind. Der Strich rechts unten ist übrigens ein Aufhell-Reflektor 🙂

 

 

 

 

 

Über Feedback – positiv wie negativ – würde ich mich sehr freuen!

Street Photography

Ein Thema, dem ich mich bisher noch gar nicht gewidmet hatte, ist die Street Photography.  Alltagsszenen, witzige Momente, Leute die sich möglichst unbeobachtet fühlen sollen, sind hier das Thema. Oft werden die Fotos dann in Schwarz-Weiß umgesetzt – wie auch hier (bis auf eines, was mir farbig besser gefallen hat).

Mit einem Kurs der Fotosafari – wieder mal – sind wir 8 Leute, mit Kameras bewaffnet, zusammen mit unserem Lehrmeister Robert von Aufschnaiter, nach einer kurzen einführenden Theoriestunde losgezogen. Nachdem es bei Straßenszenen viel zu viel fotografierendes zu sehen gibt (wenn man genau genug hinsieht), ist es ratsam, sich Aufgaben zu stellen. Erstes Thema: „Spiegelungen“ – vor der Tür des Unterrichtsraums:

Auf dem Weg zum Viktualienmarkt kamen wir an ein paar Hofeinfahrten vorbei. Diese ergeben hübsche Rahmen für vorbeilaufende Passanten. Wenn diese in dem Moment, in dem man fotografiert, auch noch herschauen, ist das Foto perfekt. Scharfstellen macht man – mangels Motiv in der richtigen Ebene, das läuf ja nur gerade in dem einen Moment vorbei – am besten manuell.

Auf dem Viktualienmarkt selbst galt es, Szenen zu fotografieren, die typisch für diesen Platz sind. Oft wollen Menschen nicht gerne fotografiert werden – hier hat uns Robert ein paar Tricks verraten:

a) Mit bereits erhobener Kamera vor dem Gesicht rumlaufen – so muss man nicht lange rumfummeln, wenn man „das“ Motiv gefunden hat.
b) Mit Partner arbeiten. Der Partner stellt sich in touristischer Manier posierenderweise neben das eigentliche Motiv, um sich dort scheinbar fotografieren zu lassen  – und der Fotograf hält knapp daneben.
c) so tun, als würde man was ganz anderes fotografieren wollen , und im nächsten Moment abdrücken.
d) Hinter einem Vorhang fotografieren: z.B. hinter herunterhängenden Waren. Diese bilden einen hübschen unscharfen Vordergrund, und man bleibt leichter unentdeckt.

Am Jakobsplatz, wo die Münchner Synagoge steht, galt es vor allem, Strukturen und die Atmosphäre des Platzes mit seinen Passanten festzuhalten.

Nächste Station: die Shoppingwelt der Theatiner-Passage:

Hier hat für mich am stärksten jedes Foto seine eigene Geschichte: Der Mann im Dessous-Laden, der sich darüber zu ärgern scheint, dass seine Frau nach der Geburt des Kindes sowas nicht mehr trägt. Der junge Mann, der davon träumt, ein Fußballstar zu sein (oder zumindest einen so tollen Schuh zu haben). Das Mädel, das auf dem Handy rumtippt, während es auf die Freundin wartet und an ihm die Passanten vorbei ziehen. Das andere Mädchen, das begeistert im Schuhladen stöbert – während der Mann daneben wohl eher wieder nach Hause will…

Den Abschluß machte der Marienplatz. Der ja eigentlich wirklich sehens- und nicht nur fotografierenswert ist. Umso mehr seine Touristen, von denen keiner ohne Handy vor dem Gesicht rumzulaufen scheint. Nur das kleine Hüdchen hatte ein echtes Münchner Erlebnis: es durfte aus dem Fischbrunnen trinken.

Fotosafari – Blaue Stunde rund um den Olympiapark und die BMW-Welt

Gestern Abend war mal wieder Fotosafari angesagt: Fotografieren der ganz eigenen Stimmung während der Blauen Stunde – also der Zeit nach Sonnenuntergang, wo der Himmel noch nicht ganz schwarz ist, die Lichter der Stadt aber schon aufleuchten. Mit drei weiteren Teilnehmern und Kursleiter Marco schlenderten wir zunächst durch den Olympiapark und fingen das Abendlicht ein, bevor es dann an die Langzeitbelichtungen ging…

Zebrae – oder: waren die alten Lateiner eigentlich auch schon in Kenia?

Eine der schönsten, weil friedlichsten Tiere Afrikas sind für mich die Zebras. Man findet sie in vielen Teilen Süd- und Ostafrikas. Nicht nur in Nationalparks. Auch wenn man gerade durch Tansania radelt, laufen sie einem mitunter einfach so über den Weg! Hier habe ich einige der schönsten Eindrücke aus der Masai Mara und dem Amboseli Nationalpark rausgesucht.

Sony ILCE-7; F /11, 1/200sec., ISO-125, 175mm
Sony ILCE-7; F /11, 1/200sec., ISO-125, 175mm
Sony ILCE-7; F /6.3, 1/200sec., ISO-100, 44mm
Sony ILCE-7; F /6.3, 1/200sec., ISO-100, 44mm